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Das Strafprozessrecht - Durchsetzung des materiellen Rechts

Das materielle Strafrecht ist in den einzelnen Straftatbeständen geregelt. Um jedoch im Einzelfall festzustellen, ob ein konkretes tatsächliches Geschehen die Voraussetzungen eines Straftatbestandes erfüllt und um festzustellen, ob der Täter eine Betrafung erfahren muss, ist zuvor ein (Straf-)Prozess durchzuführen.

Der Strafprozess ist ein gesetzlich geordnetes Verfahren, in dessen Rahmen die Schuld des Täters festgestellt werden muss.

Da die Verhängung von Strafe gegen eine Person den schärfsten Eingriff des Staates in die Rechte (auch Grundrechte) einzelner Personen darstellt, müssen diese Individualrechte von Personen vor dem willkürlichen Zugriff durch den Staat geschützt werden. Daher muss sich der Staat bei der Verfolgung von Straftaten an ganz bestimmte Normen halten, das Strafprozessrecht.

Das Strafprozessrecht ist im wesentlichen in der Strafprozessordnung (StPO) geregelt, die - trotz vieler Änderungen - noch immer auf der ursprünglichen Fassung vom 1. Februar 1877 beruht. Auch wenn sich das Strafprozessrecht damit bei oberflächlicher Betrachtung etwas "antiquiert" zeigt (vor allem bei der Beobachtung einer Hauptverhandlung kann man schnell diesen Eindruck gewinnen): Gerade im Strafprozessrecht sind Änderungen zumeist mit einer Beschneidung von Beschuldigtenrechten verbunden.

Rechtsanwalt Thomas Koll - Aachen www.ra-koll.de